Herz oder Hirn – wie lernen wir? Dieser Blogartikel begeistert alle Sinne

Wir sollen auch hin und wieder auf unser Herz hören, statt zu verkopft zu sein. Aber was ist dran an dieser bildhaften Sprache über unsere Emotionen und den Verstand? Kann das Herz wirklich denken? Ist unser Hirn ausschließlich rational unterwegs?


Historisch gesehen nahm das Herz einen wesentlich höheren Stellenwert ein – auch über verschiedene Kulturen hinweg. Die Erkenntnisse aus der Neuzeit belehren uns allerdings eines Besseren und stellen das Hirn in den Vordergrund jeglicher Sinneseindrücke. Je mehr wir davon sammeln, desto genauer wird diese Erfahrung im Gehirn abgelegt. Wir lernen also am besten, wenn mehrere Sinne angesprochen werden. ‚Mit allen Sinnen genießen‘ bekommt eine völlig neue Bedeutung!


Wenn Sie hier schon unter 4 Augen reden möchten, vereinbaren Sie gerne ein persönliches Gespräch mit mir.



Herz oder Hirn?

Die Bedeutung von Herz und Hirn historisch betrachtet


Bis heute symbolisieren wir Liebe mit roten Herzen, können nur mit unserem Herzen wirklich sehen und nehmen uns öfter Dinge zu Herzen. Sobald etwas in einer Form unsere emotionale Ebene anspricht, wird es dem Herzen zugeordnet. Nun will ich an der Bedeutung dieses lebenswichtigen Hohlmuskels ja gar nicht herummäkeln, aber rein physiologisch haben unsere Emotionen rein gar nichts mit unserem Herzen zu tun. Um zu erfahren, woher diese herzlichen Redewendungen kommen, müssen wir einen Blick in die Vergangenheit werfen.


In der Literatur der Vergangenheit war es eine durchaus gültige Todesursache, an gebrochenem Herzen zu sterben. Damit waren keineswegs koronare Herzerkrankungen gemeint, sondern tatsächlich der Liebeskummer. Auch der griechische Universalgelehrte Aristoteles nahm an, das Herz sei unsere Lebensflamme und erzeugt Wärme. Unser Hirn dagegen fungiert als Kühlkörper, um überschüssige Wärme abzuführen.

Auch im alten Ägypten war das Hirn nebensächlich. Bei der Mumifizierung verblieben alle Eingeweide im Körper oder kamen zur Konservierung in eigene Gefäße, die sogenannten Kanopen – mit Ausnahme des Gehirns. Dieses wurde schnellstmöglich entfernt, um den Konservierungsprozess nicht zu stören und aufgrund seiner unbedeutenden Rolle zu Lebzeiten.

Es erschien unseren Vorfahren offensichtlich zu weit hergeholt, dass diesem grau-weißen Klumpen irgendeine höhere Bedeutung in unserem Dasein zukommen sollte. Schließlich war es da oben auch von allen äußeren Reizen abgeschirmt - was soll da schon passieren?



Heutige Erkenntnisse liefern Klarheit


Die Wissenschaft hat sich seit dem Pyramidenbau ordentlich weiterentwickelt und wir wissen mittlerweile, dass unser Gehirn die Schaltzentrale ist, in der alle Sinne zusammenlaufen. Sowohl real als auch virtuell nehmen wir so ein Bild unserer Welt wahr. Das passiert zum Beispiel im Kino, indem wir die Sprache der passenden Person auf der Leinwand zuordnen. Der Ton kommt dabei nicht von der Leinwand, sondern von einem Lautsprecher aus einer ganz anderen Ecke. Unser Gehirn ist so geschickt, trotz dieser Hürde einen Gesamteindruck aufbauen zu können. Wie geht das?


Ein Modell besagt, dass ein Reiz in dem Bereich, in dem er ankommt, zunächst verarbeitet wird. Von dort wandert er weiter in höhere Hirnregionen und wird dort zu einer Wahrnehmung transformiert. Nach einem zweiten Modell beeinflussen sich die verschiedenen Sinneseindrücke gegenseitig und damit beginnt bereits die Wahrnehmung.

Welches Modell nun Recht hat, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz einig. Es scheint jedoch eine Mischung aus beiden Ansätzen zu sein. Aber was bedeutet die Wahrnehmung nun für unser Lernen?



So lernen wir richtig


Je mehr Sinne vom äußeren Reiz angesprochen werden und zu einer Wahrnehmung zusammengefasst werden können, desto besser Lernen wir. Unser Gehirn will also von möglichst vielen Sinnen stimuliert werden, um die Erfahrung entsprechend abzulegen. Lauschen wir beispielsweise einem Hörbuch, ist der Lernerfolg verhältnismäßig gering. Schauen wir dagegen ein Video mit Ton, ist das Potenzial des Lernerfolgs wesentlich höher.


Neben Hören und Sehen sollten wir aber die anderen Sinne nicht vernachlässigen, denn auch sie tragen in hohem Maß zum Lernerfolg bei. Kinder beispielsweise erforschen ihre Umwelt mithilfe des Tastsinns: Sie begreifen die Welt sprichwörtlich. Auch der Geruchsinn kann durchaus vorteilhaft beim Lernen eingesetzt werden. Studien zufolge konnten deutlich bessere Erfolge erzielt werden, wenn der Raum, in dem das Lernen stattfand, entsprechend beduftet wurde.

Das Ansprechen möglichst vieler Sinne ist eine der Herausforderungen für visionäres Lernen in der Zukunft. Neben Homeoffice und virtuellen Meetings im Berufsleben werden auch der Unterricht an Schulen oder Weiterbildungsmaßnahmen mehr und mehr in virtuelle Räume verlegt. Die Digitalisierung bedeutet also nicht nur technischer Aufwand, sondern auch eine große Chance für mehr Erfolg. Unser Gehirn will seine Umwelt eben mit allen Sinnen erfassen!



P.S.


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