Wenn alle springen…Wie Sie der Schwarmdummheit entsagen und die Gruppendynamik sinnvoll nutzen

Mit dem Strom schwimmen – diesen Satz kennen wir alle. Jeder möchte immer anders sein, die wenigsten ziehen es allerdings wirklich durch. Zu gerne gehören wir zu einer Gruppe dazu und halten deren Meinung für die Richtige. Das führt leider sehr oft zur sogenannten Schwarmdummheit: selbst wenn einer die Lösung kennt, ist er lieber mit der Gruppe der falschen Meinung als alleine schlau.

Statt der Schwarmdummheit zu verfallen, nutzen Sie doch die Gruppendynamik positiv! Gerade im Training kann eine Lerngruppe auf Augenhöhe extrem effizient sein und die Mitglieder können voneinander profitieren. Wie genau das funktioniert, lesen Sie hier.

Wenn Sie hier schon unter 4 Augen reden möchten, vereinbaren Sie gerne ein persönliches Gespräch mit mir.



Die Gefahr der Schwarmdummheit

Ein Experiment


Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sitzen alleine in einem Raum und plötzlich dringt aus den Lüftungsöffnungen weißer Rauch ein. Was würden Sie tun? Nun, Sie würden wahrscheinlich schnellstmöglich den Raum verlassen, die Kollegen in der Nähe informieren und gegebenenfalls Feueralarm auslösen. Schließlich bedeutet Rauch nichts Gutes!

Jetzt stellen Sie sich dieselbe Situation vor, allerdings sind außer Ihnen noch weitere Personen im Raum. Wieder dringt der weiße Rauch ein, doch die anderen Mitarbeiter scheint dies überhaupt nicht zu stören. Sie sehen es sehr wohl, allerdings quittieren sie dieses Ereignis mit einem Schulterzucken und arbeiten konzentriert weiter. Wie würden Sie sich jetzt verhalten?


In bis 90% der Fälle bleibt die Person ebenfalls im Raum sitzen. Bei diesem Szenario handelt es sich um nichts anders als einen Test. Der Rauch sieht zwar sehr bedrohlich aus, ist aber völlig harmlos. Alle anderen Personen sind eingeweiht, nur Sie waren eben die Testperson und wussten von nichts.

Wieso handeln die meisten Menschen so?



Warum wir mit dem Strom schwimmen


Wir Menschen sind so gepolt, dass wir instinktiv nach Konformität streben. Wir schließen uns gerne einer Gruppenmeinung an, weil sie eine bequeme Informationsquelle darstellt und gerne als verlässliche Informationsquelle gehalten wird. Außerdem fühlen wir uns in einer Gruppe wohl, möchten gerne dazugehören.

Das gilt auch dann, wenn wir von unserer eigenen Überzeugung abweichen müssen oder genau wissen, dass es eigentlich anders ist. Würden wir auf unseren Standpunkt bestehen, würde das bedeuten, möglicherweise alleine zu stehen. Und das wollen sie wenigsten Menschen, oder?



Training und Schwarmverhalten


Gruppenmeinungen und Gruppenverhalten haben auch einen bemerkenswerten Einfluss auf den Erfolg von Trainings und Weiterbildungsmaßnahmen. Jeder beobachtet die anderen Teilnehmer ganz genau – teils offen, teils versteckt. Was ist wohl die Meinung der Gruppe im Vorfeld? Wie verhalten sich die anderen? Wie nützlich finden die anderen die Inhalte? Je nachdem, wie diese Beobachtungen ausfallen, werden sich die Personen der Gruppenmeinung anschließen.


Die Gruppendynamik aber auch dazu beitragen, Absprachen und Ergebnisse verbindlicher zu gestalten. So gewinnen Absichtserklärungen oder auch Transfervorhaben eine ganz andere Verbindlichkeit, wenn wir sie vor den anderen Teilnehmern artikulieren. Die Anonymen Alkoholiker beispielsweise nutzen dieses Modell seit Jahren. Und was in diesem komplizierten Bereich funktioniert, klappt auch im Unternehmensumfeld.


Evolutionär betrachtet ist dies nicht nur sinnvoll, sondern konnte in der Vergangenheit arterhaltend sein. In Zeiten von Säbelzahntigern und Konsorten war es schlichtweg lebensgefährlich, wenn ein Kollege lieber angeln ging, statt ihm wie abgesprochen den Rücken freizuhalten.



Schwarmverhalten intelligent nutzen


Während Unterstützung durch Gruppen ganz natürlich entstehen kann, gibt es auch die Möglichkeit, soziale Unterstützung künstlich zu installieren. Das funktioniert, indem wir Lerngruppen bilden, in denen sich zwei oder mehr Personen gegenseitig unterstützen. Dabei stehen alle auf einer Ebene und niemand nimmt die Rolle eines Experten ein. Die einfache Lerngruppe hat hier den entscheidenden Vorteil, denn Experten neigen dazu, aus der unbewussten Kompetenz heraus zu handeln, statt die Inhalte zunächst zu vermitteln. In der Lerngruppe sind alle auf demselben Wissensstand und können so Wissen und Fertigkeiten auf Augenhöhe vermitteln.


Der Mensch ist vor allem eins - ein soziales Wesen. Auch, wenn im Zuge des Seuchenschutzes die Vereinzelung als höchstes Gut propagiert wurde. Wir existieren und wir entwickeln uns, weil wir von Anbeginn der Zeit in Gruppen agierten und reagierten. Dessen sollten wir uns bewusst bleiben und vor allem die positiven Seiten herausarbeiten, anstatt in kollektiver Schwarmdummheit zu versauern.



P.S.


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