Vom Versagen der Motivation: Der Unterschied zwischen ‚Ich will‘ und ‚Ich werde‘

Die Top Motivationstrainer unserer Zeit füllen ganze Hallen und predigen den Menschen, Motivation allein sei der glückselige Schlüssel zum Erfolg. Diese Trainer schaffen es, dass ihr Publikum schon beim Wort ‚Kaltakquise‘ jubelnd die Stühle besteigt und in pure Begeisterung verfällt.

Solche Veranstaltungen mögen durchaus wirksam sein, haben aber schnell einen schalen Beigeschmack. Es stellen sich die Fragen, wie lange eine solche Motivationskur wohl anhalten mag und wie groß die Wirkung tatsächlich war.

Um einen Vertrieb effizient zu gestalten, bedarf es mehr als nur den Gedanken, etwas tun zu wollen. Was ist neben der Motivation entscheidend für die Umsetzung eines Vorhabens?



Die Willenskraft trainieren


Motivation als Basis


Motivation ist der erste und sehr wichtige Schritt, ein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Sie bildet die Basis, um überhaupt mit der Umsetzung zu beginnen. Fehlt die Motivation, ist eine Umsetzung schon von Vorneherein zum Scheitern verurteilt.


Sie besagt jedoch im Grunde nur: ‚Ich will‘ und ist noch keine Garantie für die eigentliche Umsetzung. Denken Sie doch nur mal an die Neujahrsvorsätze, die sich Millionen Menschen jede Silvesternacht vornehmen. Diese Vorsätze sind in den meisten Fällen erreichbar, realistisch und erstrebenswert und es fehlt auch nicht an der nötigen Motivation. Wenn Sie Ihre Vorsätze zum Halbjahr tatsächlich umgesetzt haben, dann herzlichen Glückwunsch. Wenn nicht, dann grämen Sie sich nicht: Wir sitzen alle im gleichen Boot!

Der Unterschied von Motivation und Volition


Um ein Vorhaben wirklich in die Tat umzusetzen, bedarf es neben dem guten Willen auch noch der Aussage ‚Ich werde‘ oder ‚Ich mache‘. Das ist die notwendige Willensstärke oder auch Volition, die als Notstromaggregat fungiert, wenn unsere Motivation nicht ausreicht.


Zahlreiche Untersuchungen haben bewiesen, dass sich die Volition ähnlich wie ein Muskel verhält. Unter Dauerbelastung ermüdet sie und muss sich immer mal wieder regenerieren. Wenn Sie also am Abend plötzlich hemmungslos über eine Tafel Schokolade herfallen, obwohl das gar nicht in Ihren Diätplan passt, dann ist das kein Zeichen von Willensschwäche. Es signalisiert vielmehr, dass Sie Ihre Willensstärke bereits verbraucht haben.

Sie sind beispielsweise im Meeting sitzen geblieben, obwohl es zum Davonlaufen war. Sie haben Ihren Kollegen nicht mit den übelsten Schimpfworten bedacht, obwohl er es wirklich verdient hatte und Sie haben auch nicht den Verkehrsrowdy, der Ihnen so dreist die Vorfahrt genommen hat, in siedendem Öl gekocht. Mal abgesehen von der Tatsache, dass gerade kein siedendes Öl zur Hand war. Wenn also kritische Geister behaupten, dass es in der gegenwärtigen Gesellschaft an Willensstärke fehlt, dann ist das nicht auf schlichte Charakterschwäche zurückzuführen. Vielmehr bedeutet es zunehmenden Stress und immer höhere Anforderungen im Alltag.

Was tun gegen die Willensschwäche?


Willensstärke und Stress sind allein schon biologisch betrachtet unvereinbar. Die gute Nachricht: wenn Willensstärke wie ein Muskel funktioniert, dann lässt sie sich auch wie ein Muskel trainieren.

Zum einen erhöhen Sie mit kleinen, aber gezielten Übungen sukzessive die Volition: Legen Sie sich eine Nascherei in die Schublade, der Sie dann widerstehen oder nehmen Sie sich vor, sich das ‚Ja, aber…‘ abzugewöhnen.

Zum anderen ist es wichtig zu lernen, besser mit Stress umzugehen. Stress schwächt unsere Willensstärke und je besser wir damit umgehen können, desto stärker wird die Volition. Bewegung, ausreichend Schlaf und auch Meditation sind der Schlüssel dazu. Studien ergaben, dass bereits 3 Stunden Meditation nachhaltige Effekte bewirken!

Wie man das im Training nutzen kann


Dieses Zusammenspiel von Motivation und Volition können wir auch direkt für den Transfer von Trainingsinhalten nutzen. Auch hier gilt: Sie können noch so motiviert aus einer Veranstaltung kommen – ohne die richtige Willensstärke wird es mit der Umsetzung der Inhalte schwierig.


Halten Sie sich deshalb Ihr Transfervorhaben immer vor Augen, indem Sie kleine Erinnerungen an sich selbst schreiben: Setzen Sie die neuen Fertigkeiten ganz gezielt bei fest definierten Gelegenheiten ein, teilen Sie Ihre Erfolge mit anderen und nehmen Sie jede Möglichkeit eines Follow-Ups wahr. Wenn Sie das nicht alles alleine können oder wollen, ist es ratsam, dass Ihr Trainer oder Coach Sie entsprechend unterstützt. So ist der Transfer von theoretischem Wissen und Verständnis in die Praxis auch tatsächlich von nachhaltigem Erfolg gekrönt.

Wenn Sie nun bis zum Ende Artikels gelesen haben, haben auch Sie Willensstärke bewiesen und ich gratulieren Ihnen zu einer gut trainierten Volition! Damit haben Sie einen weiteren Schritt in eine größere Welt getan.

P.S.

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