Sind Trainings eine Universallösung für alle Probleme?

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Sinkende Umsatzzahlen? Ein Verkaufstraining bringt sie wieder nach oben! Die Fälle von Burn-Out summieren sich? Ein Resilienztraining richtet es wieder! Ihre Mitarbeiter sitzen aufgrund des Lockdowns im Homeoffice? Dann ist das die richtige Zeit für Weiterbildung!

Es scheint, als könnten Trainings alle Probleme lösen. Liegt das Problem aber nicht am Können, sodass es an Wissen, Fähigkeiten und bestimmten Verhaltensweisen mangelt, stellt Training auch keine Lösung dar. Wann es stattdessen Sinn macht und warum die Anwendbarkeit wichtig ist, lesen Sie in diesem Blogartikel.

Wenn Sie hier schon unter 4 Augen reden möchten, vereinbaren Sie gerne ein persönliches Gespräch mit mir.



Wenn die Umsatzzahlen sinken, gibt es mal schnell ein Verkaufstraining! Was aber, wenn die Zahlen aufgrund eines Lieferengpasses gesunken sind? Ein Training wird hierbei kaum helfen. Aber wann macht es stattdessen Sinn?
Löst Training jedes Problem?

Sind Trainings wirklich eine Universallösung?


Bevor Sie aus einem Problem ein Training machen, sollten Sie der Ursache des Problems auf den Grund gehen. Denn was wäre, wenn die sinkenden Umsatzzahlen aufgrund eines Lieferengpasses bestehen würden? Was nicht da ist, können Ihre Mitarbeiter auch nicht verkaufen!

Oder was wäre, wenn die hohen Burn-Out Zahlen von zu hohem Druck seitens des Managements herrühren würden, weil alle 24/7 erreichbar sein müssen? Gerade im Homeoffice ist es schwierig, beruflich und privat zu trennen.

Und natürlich ist persönliche Weiterbildung immer zu begrüßen! Was geschieht aber, wenn man das Gelernte nicht anwenden kann? Die mühsam erarbeiteten Lerninhalte geraten eben auch schnell wieder in Vergessenheit, wenn wir sie nicht anwenden können. Faktenwissen gerät dabei wesentlich schneller in Vergessenheit als Anwendungswissen.


Anhand dieser Beispiele können Sie leicht erkennen, dass Training an mancher Stelle nur eine Pseudolösung ist. Warum sie trotzdem oft eingesetzt werden, ist leicht zu beantworten: sie sind einfach zu implementieren und stoßen auf vergleichsweise wenig Widerstand. Manchmal geht die Begeisterung für Trainings sogar so weit, dass sich Bedarfs- und Trainingsabfolge umdreht – frei nach dem Motto: Zuerst ist das Training, dann wird nach dem Bedarf gesucht. Wann ist ein Training denn wirklich eine wertvolle Investition und wann nur ein operativer Schnellschuss?



Wann ein Training sinnvoll ist


Um herauszufinden, wann ein Training wirklich Sinn macht, müssen wir uns die Können-Frage stellen: Besteht das Problem, weil es den Betroffenen an Können mangelt? Dieser Mangel kann sich dabei auf Wissen, Fähigkeiten oder auf bestimmte Verhaltensweisen beziehen. Beantworten Sie diese Frage mit einem klaren ‚Nein‘, scheidet Training als Intervention aus. Wenn Sie diese Frage jedoch bejahen, sollten Sie noch tiefer eintauchen.

Ob ein Training an dieser Stelle sinnvoll ist, entscheidet dann noch die Frage nach der Anwendbarkeit. Was hilft das beste Training, wenn es später an den Anwendungsmöglichkeiten scheitert?



Das wichtigste Kriterium: Anwendbarkeit


Die Anwendungsmöglichkeiten werden dabei durch drei Komponenten charakterisiert. Zum einen gibt es die zeitliche Komponente. Manche Inhalte sind sofort anwendbar, andere erst viel später. Zum anderen werden sie durch die Häufigkeit charakterisiert. Bestimmtes Wissen benötigen wir ständig, anderes sehr selten. Und die dritte Komponente ist die Komplexität der Anwendungsmöglichkeit.

Bei Trainings mit eingeschränkten Anwendungsmöglichkeiten steckt natürlich die Absicht dahinter, auf Vorrat zu lernen. Piloten trainieren immer wieder die Notlandsituation in der Hoffnung, dass sie diese nie anwenden müssen. Aber jeder versteht, dass es geradezu lebenswichtig sein kann, eben genau für diesen Ernstfall vorbereitet zu ein.


Wenn die Teilnehmer aber so gar keine Möglichkeit sehen, das Erlernte anzuwenden oder es am Sinn dahinter mangelt, geht das Training zu Lasten der Motivation und Volition. Fehlende Wertschätzung und der Mangel an Anwendungsmöglichkeiten können sogar fatale Folgen haben. Dies belegen Befragungen unter frisch gebackenen MBA Absolventen: 41% dachten dabei über einen Jobwechsel in den nächsten 12 Monaten nach.

Wirkungsvolle Trainings brauchen also Anwendungsmöglichkeiten. Diese sollten zeitnah und in ähnlicher Komplexität wie im Training stattfinden. Dies sorgt nicht nur für bessere Lern- und Transfermotivation, sondern unterstützt zusätzlich auch den Ruf des Trainings in der Organisation.




P.S.


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