Rollenspiele – wie man als Trainer die Königsdisziplin im Training ohne Panikattacken nutzt

Kaum ein Kommunikationstraining kommt ohne sie aus: Rollenspiele. Ob Führungsseminar oder Verkaufstraining, Präsentationstraining oder Coaching-Ausbildung: Rollenspiele haben einen festen Platz im Training. Aber weshalb bekommen die Teilnehmer immer Panik, wenn sie auf die Agenda gerufen werden?

Ganz einfach: weil niemand Fehler machen möchte. Wie es ein Trainer mithilfe von Wertschätzung und einer Vertrauensbasis schaffen kann, Rollenspiele effektiv ins Training zu integrieren, erfahren Sie in diesem Blogartikel.

Wenn Sie hier schon unter 4 Augen reden möchten, vereinbaren Sie gerne ein persönliches Gespräch mit mir.


Sie sind gefürchtet wie kaum etwas anderes, aber so wertvoll für den Praxistransfer! Die Angst, Fehler zu machen, überschattet aber meist die ganze Übung. Vertrauen und Wertschätzung sind der Schlüssel für den Trainer, Rollenspiele effektiv einzusetzen. Was genau das bedeutet, erfahren Sie im neuen Blogartikel.
Rollenspiele lösen oft Panik aus

Rollenspiele sind Teil des Trainings


Rollenspiele bieten die Möglichkeit, in der geschützten Umgebung des Seminars bisher theoretisch besprochene Fertigkeiten in die Praxis zu überführen und auszuprobieren, indem eine realistische Situation nachgestellt wird.

Das kann beispielsweise das Gespräch zwischen Kunde und Verkäufer oder zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem sein. Zwei Teilnehmer übernehmen den Part der Kommunikationsteilnehmer und ein paar andere den der Zuschauer, die das Ganze beobachten sollen und später wertschätzendes Feedback über die gespielte Szene abgeben dürfen.


Klingt doch eigentlich ganz harmlos, oder?



Panikauslöser Rollenspiel


Das Rollenspiel klingt in der Theorie vielleicht harmlos, löst aber Fluchtreflexe und Angstreaktionen aus wie nichts anderes im Training. Wie kommt man bloß aus dieser Situation wieder raus? Spontanen Brechdurchfall simulieren? Plötzliche Todesfälle in der Familie vortäuschen? Oder einfach nur noch hysterisch schreiend den Ort des Geschehens verlassen?

Durch den plötzlichen Wechsel auf die Variante Onlinetraining verschwand diese unliebsame Übung für einige Zeit von der Bildfläche. Seit die Unternehmen sich aber mehr und mehr professionell im Onlinetraining aufstellen, setzen sie sich auch wieder mit dem Thema Rollenspiele auseinander und finden Wege, wie man sie online integrieren kann.


Woher stammt denn nur die Abneigung gegen diese Übungsmethode?



Warum Rollenspiele so gefürchtet sind


Korrekt angewandt können Rollenspiele einen echten Mehrwert im Training bieten. In der Praxis können Trainer und Seminarleiter allerdings sehr viele Fehler begehen und aus einer an sich harmlosen Übung ein Ritt auf der Rasierklinge machen.


Rollenspiele werden oft nicht als Übung, sondern als Leistungsnachweis betrachtet. So werden sie im Training leider auch oft behandelt: „Wir haben es besprochen, jetzt zeig doch mal, was Du kannst! Bitte bring jetzt Leistung, Fehler werden hier nämlich gnadenlos aufgezeigt und entsprechend kritisiert. Man kann ja bekanntermaßen vom Dümmsten noch was lernen.“ Wer unter diesen Voraussetzungen ohne ein schlechtes Gefühl in der Magengegend in ein Rollenspiel einsteigt, ist entweder komplett abgebrüht und emotional erkaltet oder eine Rampensau mit einem ausgesprochenen Kettenhundgemüt. Hinzu kommt, dass wir uns negative Erfahrungen hervorragend merken können. So ist es nur logisch, dass Teilnehmer angesichts solch negativer Erfahrungen mit Fluchtgedanken reagieren oder gar in schlichte Panik verfallen.



Richtig damit umgehen


Aber diese Panik gibt keinesfalls Anlass zur Kapitulation. Mit ein paar grundlegenden Punkten kann der Trainer Rollenspiele zu einer wirklich effektiven Übung machen. Wichtig ist, dass jegliches Rollenspiel in einer sicheren Laborumgebung stattfindet. Das bedeutet, dass wir uns schon mal von dem Gedanken verabschieden, dass hier irgendeine Realität simuliert werden soll. Das Hauptargument gegen diese Übungen ist, dass sie doch völlig unrealistisch sei. Stimmt genau! Es ist eine Experimentalzelle, die dazu dienen sollte, sich auszuprobieren.


Am Anfang sollten Rollenspiele der Selbstbestätigung dienen und Sicherheit geben. Im späteren Verlauf oder bei erfahrenen Teilnehmern sollte gerade das Spiel im Vordergrund stehen: Schauen, was möglich ist, Grenzen ausloten, probieren. Das setzt vor allem eines voraus: Vertrauen. Dabei geht es nicht nur um Vertrauen in die Gruppe, sondern vor allem in den Trainer oder Seminarleiter. Als Trainer muss ich mich im Vorfeld mit der Gruppe beschäftigen. Hierarchien sind hier nicht förderlich, denn sie hemmen die Teilnehmer.


Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Wertschätzung, mit der ich als Trainer vor eine Gruppe trete. Vorsicht vor jedem, der seine Teilnehmer eigentlich nur als Lernvieh ansieht, denen man mal zeigen muss, wo der Hammer hängt. Dieses Denken und die damit verbundenen Methoden begründen den schlechten Ruf des Rollenspiels. Es wird Zeit, dass wir dies ändern.



P.S.


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